Seit Anfang 2007 wird die Zusatzqualifikation an Berufsschulen für Auszubildende im Handwerk in NRW angeboten. 58 Auszubildende haben in den Jahren 2007/2008 begonnen. Seit 12/2008 gibt es die ersten Absolventen. Aktuell wird „Europaassistent/in im Handwerk“ angeboten von 14 Berufsschulen in NRW; 120 neue Auszubildende haben im Februar 2009 im Kammerbezirk Münster begonnen.
Die Einführung in weitere Bundesländer soll in Kürze erfolgen.
Ein Berufslaufbahnkonzept wurde vom FBH bereits für exemplarische Gewerke des Handwerks entwickelt und vom Zentralverband des Deutschen Handwerks aufgegriffen.
Die Delphi-Methode (auch Delphi-Studie, Delphi-Verfahren oder Delphi-Befragung genannt) ist ein systematisches, mehrstufiges Befragungsverfahren mit Rückkopplung bzw. eine Schätzmethode, die dazu dient, zukünftige Ereignisse, Trends, technische Entwicklungen und dergleichen möglichst gut einschätzen zu können – hier zum Beispiel im Bereich der beruflichen Bildung.
Wurde im Rahmen einer Studie des FBH entwickelt und hat sich sowohl in konzeptioneller als auch in empirischer Hinsicht bewährt. Er liefert belastbare Ergebnisse für einen Niveauvergleich formaler Bildungsabschlüsse aus der Perspektive der Anforderungen an Führungskräfte in der Berufspraxis. Gleichzeitig bietet das Konzept der Berufswertigkeit eine Grundlage zum systematischen, kriteriengeleiteten Abgleich curricularer Bildungsvorgaben. Die Anwendung des externen tätigkeitsbezogenen Maßstabs Berufswertigkeit gibt fundierte Hinweise auf die bestehende Gleichwertigkeit beruflicher Weiterbildung und hochschulischer Bildung: Führungskräfte mit einer beruflichen Weiterbildung erzielen in der Betrachtung der Berufswertigkeit geringfügig bessere Ergebnisse als solche, die ein Studium absolviert haben. Alternative Messkonzepte wie beispielsweise ein Niveauvergleich zwischen Diplom-Absolventen (typischer hochschulischer Abschluss) und Meistern (typischer Abschluss der beruflichen Weiterbildung) bestätigen die These der Gleichwertigkeit.
Im ITP-Projekt „GVA/Handwerk“ (2007-2009) entwickelte Produkte, Verfahren und Qualitätsstandards werden unter dem Namen LaWA geführt. D. h., aus der 2-jährigen Projektzeit haben sich Erfahrungen ergeben, wie GVA auf hohem Niveau und mit größtmöglichem Nutzen für die Beteiligten durchgeführt werden kann.
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Zielsetzung war es, Methoden zu entwickeln und zu erproben, die geeignet sind, in der beruflichen Weiterbildung erworbene und durch Prüfungen nachgewiesene Qualifikationen und Kompetenzen als anrechenbare Studienäquivalente für Bachelor- oder Master-Studiengänge zu identifizieren. In einem zweiten Schritt sollten daraus übertragbare Anrechnungsverfahren und -instrumente entwickelt werden.
Im Mittelpunkt der entwickelten Anrechnungsverfahren standen formal im beruflichen Aus- und Weiterbildungssystem erworbene Qualifikationen und Kompetenzen. Jedoch sollten auch informell, u. a. durch die Berufspraxis erworbene Kompetenzen im Hinblick auf eine Anrechenbarkeit untersucht werden. Die Bestimmung der Lernergebnis-Äquivalenzen orientierte sich an unterschiedlichen Qualifikationsrahmen und generischen Taxonomien. Dadurch wurde ein Bezug zu Methoden der Lernergebnisbewertung im akademischen Bereich – das European Credit Transfer System (ECTS) – hergestellt.
Hier stand im Mittelpunkt die Erarbeitung eines Verfahrens, das einen methodisch abgesicherten Äquivalenzvergleich zwischen beruflichen Fortbildungen und Hochschulstudiengängen erlaubt. Auf dieser Grundlage sollten Fortbildungsabschlüsse bei Feststellung von Äquivalenzen „pauschal“ auf Module eines Hochschulstudiengangs angerechnet und so Studienzeiten verkürzt werden.
Das pauschale Verfahren besteht aus einem inhaltlichen Abgleich der jeweils in beiden Bereichen vermittelten Lernergebnisse und deren Bewertung mithilfe eines dafür entwickelten methodischen Instrumentes. Dieses kurz „Module Level Indicator“ (MLI) genannte Werkzeug erfasst die Bereiche „Kenntnisse“, „Fertigkeiten“ und „Kompetenzen“ und erlaubt die Zuordnung von Lernergebnissen zu Qualifikations- und Kompetenzniveaus. Bei der Entwicklung der MLI-Skalen wurden vor allem die Deskriptoren des Europäischen Qualifikationsrahmens berücksichtigt, weiter auch das Qualifikationsrahmenwerk für die European Higher Education Area (EHEA) und der Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse der KMK. Einbezogen wurden zusätzlich Kriterien, die sich aus Interviews mit Fachdozent/innen generieren ließen.
Französische Europaassistenten starten am 18. November mit ihrem Unterricht